P39 Olinda: CPP - Fischerpastoral



Rechtshilfe, Bildungsarbeit und Förderung von Kleinfischern bei der Vertretung ihrer Interessen. Unterstützung seit 1988.

Geschichte:
Wie so viele andere Ausgegrenzte unter der Militärdiktatur Brasiliens fanden auch die Kleinfischer Unterstützung bei den Pastoralorganisationen der katholischen Kirche des Landes, die in den 80-er Jahren zunehmend im Geiste einer befreienden Theologie für die Option der Armen Brasiliens eintraten. Auf nationalen Kongressen der Fischer erhob die Fischerpastoral die Forderung nach Autonomie der sogenannten Colonias der Fischer, die seit etwa 1920 von der brasilianischen Marine beherrscht wurden. Anfang der 90-er Jahre war es dann soweit, die Fischer hatten die letzten Offiziere aus ihren Vertretungen abgewählt, jetzt ging es um die Verteidigung ihrer angestammten Rechte.

Dauer und Art der Zusammenarbeit:
Die Zusammenarbeit von CAMPO LIMPO mit dem ersten Koordinator der Fischerpastoral geht auf das Jahr 1985 zurück. Seit 1988 finanziert CAMPO LIMPO die Arbeit eines Rechtsanwaltes mit einer jährlichen Summe zwischen 5000.- und 10 000.- DM, der die Kleinfischer insbesondere bei den Versammlungen zur neuen Verfassung Brasiliens beraten und auf Änderungen vieler Gesetzesvorlagen zugunsten der Fischer hingewirkt hat.

Aktivitäten:
Standen am Anfang die Koordination der Kleinfischer und das Einwirken auf Bewusstseinsänderung im Vordergrund der Arbeiten, so ist es heute der tägliche Kampf um Grund- und Lebensrechte, eine akzeptable Sozialversicherung, für die Umwandlung der Fischerkolonien in Gewerkschaften, gegen Wasserverschmutzung durch chemische Industrien oder Zuckerrohrfabriken, Grundstücksspekulationen und Landvertreibung. Unser finanzieller Beitrag ist insbesondere für die Arbeit des im Auftrag der CPP arbeitenden Rechtsanwaltes vorgesehen, um Gruppen von Kleinfischern oder diese insgesamt gegen Verletzungen ihrer Rechte zu verteidigen und um Gesetzesvorhaben allgemein zu beobachten.

 
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