Comissao Pastoral da Terra (P49)



CAMPO LIMPO arbeitet seit 1990 mit der brasilianischen Landpastoral (CPT) zusammen, um Landlose, Landarbeiter und Kleinbauern gegen die Übergriffe von Großgrundbesitzern und gegen Landenteignung zu verteidigen sowie Initiativen der Landbevölkerung zur Verbesserung ihrer Lebenssituation zu unterstützen und Programme zur Ausbildung und Bewusstseinsbildung durchzuführen. Davon profitieren insbesondere bereits bestehende Ansiedlungen früherer Landloser oder auch vom Staat noch nicht anerkannte Neuansiedlungen landloser Bauern. Die Arbeit des CPT-Teams wird z. Zt. von uns mit jährlich EUR 5.000.- bis 6.000.- unterstützt

Die CPT wurde 1975 in der schlimmen Zeit der Diktatur als konkreter Ausdruck der Option für die Armen des lateinamerikanischen Episkopats 1968 in Medellin gegründet und versteht sich als christlicher Dienst an der Sache der Bauern und Landarbeiter Brasiliens in ihrer schwierigen Lebenssituation. Die CPT fordert seit ihrer Gründung Gerechtigkeit und Land für die Familien der Kleinbauern sowie das Ende der Gewalt seitens der Großgrundbesitzer und des Staates. Wie andere Organisationen beklagt die CPT die neue Dimension der Landnahme durch die ausufernde Agrospritproduktion, die die Existenz weiterer Familien auf dem Land vernichten wird.

Schwerpunkte der Arbeit der Equipe Sertao in Pernambuco sind z. Zt.:

-Ausbildungskurse an der Schule für Agrartechnik
-Zusammenarbeit mit den Lehrern der Schulen in den neuen Ansiedlungen
-Didaktisches Material und Buch über die Gegebenheiten im semiariden Nordosten Brasiliens
-Familienzisternen zur Versorgung der Bewohner mit Trinkwasser
-Unterirdische Staudämme zum Sammeln der Feuchtigkeit auf leicht geneigten Anbauflächen
-Kooperation mit den Landarbeitergewerkschaften
-Errichtung von Samenbanken zur Gewährleistung der neuen Aussaaten
-Ökologische Anbaumethoden in Verbindung mit Erzeugnissen wie Gemüse, Obst und Salat
-Aufbau von Kleintierhaltung
-Unterstützung bei Landbesetzungen und Ansiedlungen landloser Familien
-Auseinandersetzung mit Politikern und Veröffentlichung über anhaltende Gewalt gegen Kleinbauern
-Rechtshilfe bei Landkonflikten

In Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und der Diözese wurden im Jahr 2006 z. B. 2.164 Familienzisternen innerhalb des Programms 1 Million Zisternen für den Nordosten und 4 unterirdische Staudämme gebaut. Für den Bau von Zisternen wurden 40 Maurer ausgebildet. Die Zisternen werden mit den Maurern in Gemeinschaftsarbeit errichtet und kosten umgerechnet ca. EUR 65.- .

 
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